by Juma

7 wenige bekannte Fakten über Hydrokulturen, die du wissen solltest

Juli 10, 2023 | Balkongarten

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Für einen Balkongarten braucht man doch nur Kübel, Erde und eine Gießkanne, oder?

Nein.

Wenn du dich nur für einen Containergarten entscheidest, verpasst du eine Menge. Neben Töpfen und Containern gibt es auch vertikale Gärten, Hochbeetgarten und Hydrokulturen (erfahre hier mehr über diese vier Balkontypen).

Was ist Hydroponik?

Wenn du nicht gerade von Wasserpflanzen sprichst, wachsen normale Pflanzen in Erde.

Das ist bei Hydrokulturen nicht der Fall. Sie wachsen in einer Wasserlösung, die Nährstoffe enthält. Manchmal hörst du auch unter dem anderen Namen "erdlose Kultur" davon.

Hydroponische Pflanzen sind oft Nutzpflanzen. Du kannst Gurken, Erdbeeren, Paprika, Chilischoten, Tomaten, Salat und viele andere Sorten anbauen, die dir eine schöne Ernte bescheren werden.

Mit einem Hydrokulturgarten auf deinem Balkon wirst du im Handumdrehen Selbstversorger sein. Vor allem, wenn du die folgenden sieben wenig bekannten Fakten entdeckst.

Fakt #1: Hydroponik verbraucht weniger Wasser

Hydrokulturpflanzen verbrauchen weniger Wasser als Pflanzen, die in Erde wachsen. Wie seltsam ist das denn? Es klingt wirklich so paradox. Aber es ist eine Tatsache.

Um 1 kg Tomaten auf einem offenen Feld anzubauen, brauchst du 60 Liter Wasser.

Um die gleiche Menge Tomaten in einem hydroponischen Balkongarten anzubauen, brauchst du nur 22 Liter.

Warum ist das so? Wenn deine Pflanzen in der Erde wachsen, wird ein großer Teil des Wassers verschwendet, weil es zu weit von den Wurzeln wegfließt. Außerdem verdunstet bei einer größeren Oberfläche mehr Wasser und verschwindet in der Luft. So können die Pflanzen das Wasser nicht nutzen.

Beim Anbau in einer hydroponischen Umgebung gibt es nicht die gleiche Art von Verschwendung. Die Pflanzenwurzeln haben direkten Zugang zum Wasser. Die Oberfläche um die Pflanzen herum ist in der Regel kleiner, sodass nur sehr wenig Wasser verdunsten kann.

Fakt #2: Hydroponik braucht nur wenig Platz

Du kannst Hydroponik in Türmen halten und viele Pflanzen auf einem kleinen Platz haben. Oder du kannst sie an die Wand oder sogar unter die Decke deines Balkons hängen. Das sind Orte, die du sonst nicht für den Anbau von Pflanzen nutzen könntest.

Fakt #3: Hydroponische Pflanzen können ertrinken

Hast du schon mal gehört, dass Pflanzen aufgrund von zu viel Wasser sterben? Das kommt vor. Die Pflanzen können ertrinken, wenn ihre Wurzeln keinen Sauerstoff bekommen, genau wie wir.

Deshalb musst du Luftsteine oder Luftpumpen in deine Behälter geben, um deine Pflanzen mit Sauerstoff zu versorgen. Apropos Sauerstoff ...

Fakt #4: Du brauchst 6 Dinge für deinen hydroponischen Balkongarten

Neben den Pflanzen gibt es noch sechs weitere Dinge, die du für den Anbau deiner Pflanzen brauchst.

1.      Einen Platz, an dem du deine Pflanzen anbauen kannst. Das kann ein Turm sein, "Taschen", die du an die Wand hängen kannst, oder röhrenförmige Behälter, die unter der Decke deines Balkons hängen.

2.      Frisches Wasser. Das versteht sich von selbst. Leitungswasser enthält oft Chlor und Salze, die zuerst entfernt werden müssen. Manche Gewässer haben einen zu hohen PPM-Wert (über 300), den du zunächst senken musst. Beide Probleme können mit dem richtigen Filter gelöst werden.

3.      Sauerstoff. Belüftung. Wenn Pflanzen auf offenen Feldern wachsen, gibt es kleine Luftblasen im Boden. Das kommt im Wasser natürlich nicht vor. Deshalb musst du deine Pflanzen über ein System von Luftpumpen oder durch die Zugabe von Luftsteinen zum Wasser mit Sauerstoff versorgen.

4.      Nährstoffe. Pflanzen, die im Freiland wachsen, lassen ihre Wurzeln Nährstoffe im Boden finden. In deinen Hydrokulturen gibt es keinen Boden, also musst du die Nährstoffe im Wasser bereitstellen.

5.      Wurzelunterstützung. Auf offenen Feldern stützt der umgebende Boden die Wurzeln der Kulturpflanzen. In der Hydrokultur brauchst du anderes Material wie Torfmoos, Perlit, Vermiculit oder Kokosfasern.

6.      Licht. Achte darauf, dass deine Pflanze so viel Licht bekommt, wie es für ihre Art angemessen ist. Wenn du auf deinem Balkon nicht genug Sonnenlicht hast oder dein Hydrokultursystem im Winter nach drinnen verlegst, musst du die Pflanzen auf andere Weise mit Licht versorgen.

Du kannst kühlweiße oder Vollspektrum-Leuchtstoffröhren für deine neueren Pflanzen kaufen und Halogenmetalldampflampen für ältere Pflanzen verwenden. Du kannst LED-Lampen und andere Lampen entweder auf Stativen oder zum Aufhängen an der Decke kaufen.

Fakt #5: Du kannst das ganze Jahr über hydroponisch anbauen

Wenn du deine Pflanzen in einem Hydrokultur-Turm anbaust, kannst du ihn im Winter an einen wärmeren Ort mit ausreichend Licht stellen und das ganze Jahr über Pflanzen anbauen.

Dazu gehören auch die Sprossen, die du nicht nur auf dem Balkon, sondern auch in der Wohnung ziehen kannst. Die Sprossen sind herrlich, ich liebe sie 🙂

Gehört auch zu Hydrokulturen: Sprossen

Foto: © microgreen-shop.com


Fakt #6: Möglicherweise musst du das Wasser wechseln

Auch wenn ein Hydrokultursystem sehr wenig Wasser verbraucht, musst du mehr Wasser nachfüllen. Es kann aber auch sein, dass du das Wasser komplett austauschen musst.

Manche Pflanzen wachsen nach einiger Zeit nicht mehr im gleichen Wasser. Du musst anhand der von dir ausgewählten Pflanzen herausfinden, ob das bei ihnen der Fall ist oder nicht. 

Fakt #7: Hydrokulturen wachsen 2 Mal schneller

Es kann bis zu 100 Tage dauern, bis Tomaten erntereif sind, wenn du sie als Setzlinge auf einem offenen Feld pflanzt.

Wenn du sie in Hydrokultur anbaust, kannst du deine ersten Tomaten schon nach 30 Tagen essen, wenn du sie als Setzlinge pflanzt. Wenn du Samen gesät hast, dauert es etwa 60 Tage. Damit die Ernte auch reichhaltig wird, sollten einige Blätterzweige von den Tomaten abgeschnitten werden.

Wenn du ein kleines Budget hast, und trotzdem einen Hydroponic-Garten anlegen willst, findest du im YouTube viele DIY-Anleitungsvideos. Hier ist einer, der mit weniger als 150 Dollar so eins aufbaute:


Mein bester Buch-Tipp für dich:

Das Buch "Hydroponik & Aquaponik für die moderne Selbstversorgung: Ernte ohne Erde - Schritt-für-Schritt zum platzsparenden Anbau eigener Lebensmittel."

Von Niklas Rosenfeld.

Dieses Buch kann ich dir wärmstens empfehlen, es behandelt dieses Thema sehr fundiert mitsamt wertvollen Hinweisen, um keine Anfängerfehler zu machen. 

Es ist wohl sehr gut geeignet für (urbane) Stadt-Balkongärtner.

Was denkst du? Würdest du Hydroponik auf deinem Balkon anbauen?

Hydrokulturen sind vielleicht nicht ganz so einfach zu handhaben wie Behälter mit Erde. Aber sie hat viele andere Vorteile, z. B. dass sie weniger Wasser verbraucht, das ganze Jahr über wächst und viel weniger Platz braucht.

Es gibt nur wenige Nachteile, die du nicht auch bei Pflanzen hast, die in Erde wachsen.

Für einen Balkongarten kann die Hydrokultur ideal sein. Es verschönert den Balkongarten auch, fürs Auge, wenn man die reifen Kräuter, Gemüse oder Beerenfrüchte sieht und sich umso mehr auf die Ernte freut.

Und wenn du das System einmal eingerichtet hast, brauchen sie nur wenig Pflege. Nur etwas frisches Wasser von Zeit zu Zeit, vielleicht ein Wasserwechsel. Zusätzliche Nährstoffe. Etwas Licht. Und dann musst du die Pflanzen im Auge behalten, um zu sehen, dass sie so wachsen, wie sie sollen. Sie sollten auch frei sein von Schädlingen.

Für die Bienen gibt es noch die Lockpflanzen (hier), um die Blüten bestäuben zu lassen.

Du kannst deine Pflanzen viel schneller wachsen lassen, als wenn du sie in Erde anbaust, was bedeutet, dass du schon bald die Früchte deiner Arbeit genießen kannst.

Willst du dir das merken? Speichere "7 wenige bekannte Fakten über Hydrokulturen, die du wissen solltest" auf deinem Lieblings-Pinterest-Board!

7 Fakten über Hydrokulturen

**Ich empfehle nur die Menschen und Produkte, die ich kenne, von denen ich kaufe und von denen ich sowohl persönlich als auch beruflich regelmäßig profitiere.**

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